Mein Projekt Smart Garden

Viele Jahre mussten ins Land gehen bevor ich mein Smart Garden Projekt endlich mal in Angriff nehmen konnte.

Viele Tomaten- sowie Chilipflanzen, und noch viel mehr Kräuterpflanzen sind in dieser Zeit elendig im Hochsommer vertrocknet. Hauptsächlich aus Zeit- und Interessenmangel.

 

Doch wohin mit den ganzen vertrockneten Pflanzen?

Also hatte ich Wege aus der Misere gesucht. Durch meinen Beruf als Softwareentwickler und mein Interesse für Mikrocontroller kam ich auf die Idee „Ich entwickel mir einfach meine eigene Smart Garden Automatisierungsplattform“.

Die Basis sollte ein Raspberry PI 2b sein. Hier sollten die Daten zusammen laufen. Und schick präsentiert werden sollte es natürlich auch. Und mit Touchdisplay. Am Besten direkt im Gewächshaus installiert. 

Doch anstatt mich nach fertigen Lösungen umzuschauen, begann ich das Ganze selbst zu programmieren. Eine touchfähige „Leitstandsoftware“ auf dem Raspberry PI mit Anbindung an Aktoren und Sensoren. Super Idee. Was soll daran schon schwer sein.

Und wohin mit dem ganzen unnützen Code?

Da ich als hauptberuflicher Softwareentwickler einen recht hohen Anspruch an Softwarequalität habe, ist das ganze aus dem Ruder gelaufen. Allein und mit wenig Freizeit. Das wird nix.

Obendrein empfand ich die Idee, den 70€ teuren Raspberry PI (PI + Touchdisplay) im Gewächshaus zu bunkern, nach und nach als unpraktisch. Bereits bei einem zweiten Gewächshaus wäre viel Kabel oder ein weiterer PI fällig.  

Nach 2 Jahren (sporadischer Programmierung) habe ich das Projekt begraben.

Mein neuer Freund beim Smart Garden

Wie durch Zufall habe ich in der Zwischenzeit Bekanntschaft mit einem mir bis dahin unbekannten Microcontroller gemacht – dem ESP8266. Dieser kann durch einfache Manipulation so erweitert werden, dass darauf eine Firmware läuft die ein Webinterface besitzt. Hier lassen sich Sensoren und Aktoren kinderleicht einrichten und konfigurieren. Die Firmware heißt ESPEasy.

Fun fact: Genutzt habe ich den ESP8266 für einen wifi-gesteuerten Geocache (der im übrigen auch noch nicht zu 100% fertig ist).

Vorteile

  • Sehr klein
  • Wifi integriert
  • niedriger Stromverbrauch (Solar/Akkubetrieb möglich)
  • keine Programmierung notwendig
  • Webinterface zur Konfiguration

Nachteile

  • Neue Firmware notwendig für Webinterface (per USB)
  • Je nach Sensor/Aktor Löten notwendig
  • Crimpzange + Zubehör notwendig 

Oh, das gibt’s ja schon

Nach weiterer Recherche kam ich dann zur Software Domoticz. Diese entpuppt sich als das was ich angefangen hatte zu programmieren. Eine frei konfigurierbare Leitstandsoftware. Und ESPEasy arbeitet hierbei wunderbar mit Domoticz zusammen. ESPEasy liest die Sensoren und sendet sie per Wifi an Domoticz. Hier werden die Daten aggregiert und in eine Datenbank gespeichert.

Im Gegenzug dazu kann Domoticz über eine Art Zeitschaltuhr Aktionen auf den ESP8266 auslösen. Wie beispielsweise ein Relay zu steuern. Welches eine Pumpe schaltet. Welche Tomatenpflanzen bewässert. Welche dann endlich nicht mehr jämmerlich vertrocknen. 

 

Netzwerkaufbau

Wie oben bereits erwähnt ist das Projekt erfolgreich gestartet. Es werden Tutorials und Bauberichte folgen. Aber ich werde auch von meiner Tomaten- und Chilizucht berichten. Man will ja auch zeigen dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat.

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